Worauf kommt es bei der Altenpflege von an Alzheimer bzw. Demenz erkrankten Senioren an?

Sobald ein an Demenz Erkrankter Orientierungsprobleme in der eigenen Wohnung bekommt, ggf. wegläuft und nicht mehr zurückfindet, oder wenn aus anderen Gründen eine durchgehende Versorgung notwendig wird, ist die Unterbringung in einem Heim nicht mehr zu umgehen. Betreuende Familienangehörige müssen sonst sehr viel eigenes Leben aufgeben, um rund um die Uhr für den an Alzheimer Erkrankten da zu sein.

Für die Angehörigen eines an Alzheimer bzw. Demenz erkrankten Person ist die Angelegenheit äußerst belastend. Dies gilt sowohl für Alzheimer als auch die anderen Formen der Demenz. Die Belastung betrifft nicht nur die Angehörigen, sondern natürlich auch den Erkrankten selbst. Die besonderen Bedürfnisse des Erkrankten erfordern eine zeitintensive, anspruchsvolle und professionelle Pflege. Das Konzept unseres Pflegeheims zielt genau auf diese besonderen Anforderungen ab. Und darüber hinaus werden die natürlichen Begabungen der philippinischen Pflegekräfte bezgl. Herzlichkeit und Respeckt gegenüber Älteren bewußt zur Geltung gebracht.

Je nach dem, welche Hirnpartien geschrumpft sind, sind die Schwächen unterschiedlich ausgeprägt. Bei dem einen schlägt die Krankheit mehr aufs Gemüt, bei anderen ist es das Denken, das nicht mehr so recht funktioniert und auch die Bewegungen können stark gestört sein.

Mit den sprichwörtlichen, freundlichen Eigenschaften der philippinischen Krankenschwestern und deren hohen Professionalität plus der extrem hohen zeitlichen Intensität der Pflege - drei Schwestern für jeden an Alzheimer bzw. Demenz Erkrankten in täglich drei mal acht Stunden Schicht, 7 Tage die Woche - können alle Bedürfnisse - auch nachts - bestens bedient werden. Das sind für den Pflegebedürftigen paradiesische Bedingungen. Er oder Sie wird königlich gepflegt und betreut.

Ist eine zeitlich so intensive Pflege denn notwendig?

Wir meinen ja!

Zum Beispiel verschiebt sich bei an Alzheimer bzw. Demenz erkrankten Senioren oft der Tagesrhythmus, so dass sie nachts hell wach sind und dann eben auch nachts intensiv betreut werden müssen. Oft sind Demenzkranke von einem Drang nach Bewegung oder Aggressivität erfüllt. Auch hier ist Zeit, Geduld und pflegerisches Talent erforderlich, um diesen Drang zu kanalisieren.

In Europa können sich eine so intensive Pflege nur die wenigsten leisten. Eine vergleichbare Pflege in Europa würde monatlich mindestens 8 000 EUR kosten. Die sehr niedrigen Einkommen auf den Philippinen erlauben es uns jedoch, die gleichwertige Leistung ab ca. 2 000 EUR anzubieten.

Je mehr dementielle Störungen vorliegen, je behutsamer und einfühlsamer muss der an Alzheimer bzw. Demenz Erkrankte behandelt werden. Falsche Betreuung und Zeitmangel können die Situation des Erkrankten deutlich verschlechtern und für alle Beteiligten zur Katastrophe eskalieren.

Bei entsprechender Betreuung hat das Leben in der Demenz auch Lebensqualität. Es gibt glückliche und traurige Abschnitte. Die philippinischen Betreuer verstehen es, die glücklichen Abschnitte auszudehnen.

Die Würde des an Alzheimer bzw. Demenz erkrankten Menschen ist zu schützen

In unseren Wohlstandsgesellschaften erhält nur der Anerkennung, der viel leistet. Alte und Kranke haben es sehr schwer mit Würde und Respekt behandelt zu werden. In Südostasien werden die Senioren hoch geachtet und auf Händen getragen. Leistung zählt hier weit weniger. Die Menschen in Südostasien sind auch für Ihre Gastfreundschaft, ihre Familienorientierung, ihre Fröhlichkeit, ihre Freundlichkeit und vor allem für ihre Hochachtung und Respekt gegenüber älteren Menschen bekannt. Das gilt für Thailand, Bali, die Philippinen und andere Länder in dieser Region.

Gerade bei der Pflege von an Alzheimer bzw. Demenz erkrankten Senioren muss darauf geachtet werden, dass eine würdevolle Betreuung nicht unter die Räder kommt. Denn das oft kindliche oder aggressive Verhalten der Alzheimer Patienten birgt die Gefahr, ihn wie ein Kind zu behandeln oder die Aggressionen zu erwidern. Eine professionelle Pflegekraft kennt die Krankheit und weiß damit richtig umzugehen. In unserem Hause gilt der oberste Grundsatz: Die Wahrung der Würde des Menschen hat oberstes Gebot.

Eigenständigkeit so lange wie möglich erhalten

Einer unserer wichtigsten Grundsätze - nach der Wahrung der Würde des Erkrankten - ist die Erhaltung der Eigenständigkeit, so lange wie möglich. Die täglichen Aufgaben des Kranken dürfen ihm nicht einfach abgenommen werden, auch wenn es oft einfacher wäre und wie in unserem Seniorenheim immer eine Pflegekraft zur Stelle sein wird. Nur soweit die Aufgaben nicht eigenständig erledigt werden können, wird ihm bei der Bewältigung diskret geholfen. Es wir auch nicht korrigiert oder verbessert. Denn wenn der Demenzkranke dauernd bevormundet wird, so reagiert er mit Wut, Hilflosigkeit, Angst und Resignation. Die Situation kann eskalieren.

Viel wichtiger ist es Lob und echte Freude zu zeigen auch dann, wenn es bei einem gesunden Menschen nicht angebracht wäre. Denn an Demenz erkrankte Menschen reagieren oft unverständlich. Besonders im fortgeschrittenen Stadium verhalten sich Demenzkranke wie Kleinkinder. Nicht jedoch was die Lernfähigkeit betrifft, hier unterscheiden sie sich gravierend. Der Demenzkranke darf deshalb nicht wie ein Kind behandelt werden, auch wenn er sich so benimmt. Dies würde die Würde sträflich verletzen und beim Demenzkranken zu Scham, Zorn, Empörung und später Resignation führen.

Es wird darauf geachtet, die Tagesabläufe möglichst gleich zu belassen, damit sich der an Alzheimer erkrankte Senior sicher fühlt. Sonst ist er schnell überfordert und kann aggressiv werden.

Was bedeutet die Pflege von an Alzheimer bzw. Demenz erkrankten Senioren in der Praxis?

Körperpflege

Für das Wohlbefinden des an Demenz Erkrankten ist es wichtig, gut gepflegt, gut gekleidet und attraktiv zurechtgemacht zu sein. Da an Alzheimer erkrankte Menschen üblicherweise mit fortschreitender Krankheit die Körperpflege vernachlässigen, ist es wichtig auch hierbei möglichst lange die Eigenständigkeit des an Alzheimer erkrankten Seniors zu erhalten und ihn dazu zu ermuntern, d.h. die Eigenaktivität anzuregen. Dies erfordert viel Fingerspitzengefühl, um den Demenzkranken nicht zu beleidigen oder zu kränken. Und es fordert natürlich auch Zeit und Geduld.

Toilette

Der Toilettengang ist so einfach wie möglich zu gestalten. Das beginnt mit dem Auffinden der Toilette, dem Spülen, dem Aus- und Ankleiden und endet mit dem Reinigen des Körpers. Bereits im mittleren Demenzstadium ist an dieser Stelle Betreuung unverzichtbar. Auch hier gilt unser Grundsatz: "Die Würde des an Alzheimer bzw. Demenz Erkrankten steht an erster Stelle". Gleich danach gilt auch in diesem Fall: "Die Eigenständigkeit so weit wie möglich zu erhalten".

Kleidung

Es ist darauf zu achten, dass die Kleidung einfach anzuziehen und bequem ist. Klettverschlüsse und Reisverschlüsse sind einfacher zu schließen als Knöpfe. Damit das An- und Auskleiden von an Alzheimer Erkrankten möglichst lange selbst wahrgenommen werden kann, sollten die Kleidungsstücke in der entsprechenden Reihenfolge gereicht werden.

Um das Selbstwertgefühl zu stabilisieren, ist ein attraktives Aussehen wichtig, was natürlich durch entsprechende Kleidung gefördert werden kann. Hochwertige Kleidung ist auf den Philippinen sehr preisgünstig (20% europäischer Preise) zu erwerben.

Bewegung

Nicht nur bei Gesunden ist körperliche Bewegung wichtig sondern natürlich auch bei Demenzkranken. Mit zunehmendem Fortschritt der Krankheit fällt das Gehen jedoch immer schwerer. Entfernungen und die räumliche Orientierung können von Alzheimer Patienten immer schlechter eingeschätzt werden, so dass neben geeigneten Hilfsmitteln (Gehhilfen, Rollstuhl) viel Geduld und angepasste Hilfestellung bei der Fortbewegung notwendig ist. Deshalb ist Krankengymnastik, die die Körperhaltung stützt, Gelenkversteifungen vermeidet und ganz einfach das Gehen ausgiebig übt, sehr wichtig.

Hilfreich und wohltuend sind natürlich auch die in unserem Hause üblichen, täglichen Massagen. Außerdem ist der Aufenthalt an der frischen Luft möglichst täglich anzustreben. Unser Garten wird ein wichtiges Erholungsgebiet sein, das der an Alzheimer bzw. Demenz erkrankte Mensch das ganze Jahr über möglichst oft genießen kann. Die Gesundheitsfördernde Wirkung von frischem Grün und bunten Blumen sind längst wissenschaftlich nachgewiesen.

Speisen

Auch beim Essen kann man Demenzkranke nicht sich selbst überlassen. Natürlich ist es das Ziel, eine hohe Eigenständigkeit des an Alzheimer erkrankten Seniors beizubehalten. Es ist jedoch bekannt, dass Demenzkranke oft zu viel oder zu wenig essen und trinken. Deshalb ist eine unauffällige Kontrolle und wenn geboten diskrete Korrektur notwendig. Die Speisenauswahl für Alzheimer Patienten soll gesund und mundfertig sein.

Wichtig sind Ballaststoffe, Gemüse und Obst. Kleine Portionen sollten so serviert und aufgemacht sein, dass der Demenzkranke selbständig notfalls mit den Fingern essen kann. Auch ist es notwendig die Menge der Getränke zu überwachen, da die Gefahr groß ist, dass der Demenzkranke sonst austrocknet.

Die Speisen in unserem Pflegeheim sind eine Mischung aus europäischen, philippinischen, chinesischen und amerikanischen Gerichten. Da nur wenige Senioren in einem Einfamilienhaus betreut werden, können die speziellen Wünsche der einzelnen Gäste problemlos erfüllt werden.

Erschwertes Zusammenleben

Neben den allgemein bekannten Symptomen der Demenz wie: Gedächtnisverlust, Denkschwierigkeiten, Orientierungsproblemen und Leistungsschwächen beim Sprechen, kommen die weniger bekannten aber schwerer wiegenden Verhaltensstörungen hinzu. Sie sind es, die das Zusammenleben mit den Betreuungspersonen und Heimbewohnern deutlich erschweren. Denn Niedergeschlagenheit, Unsicherheit, Misstrauen, Minderwertigkeitsgefühle, Unruhe, Reizbarkeit, Aggressivität, Schlafstörungen mit nächtlichem Umhergeistern, Sinnestäuschungen und wahnhaften Reaktionen müssen nicht nur jeden Tag sondern oft auch jede Nacht ertragen werden. Nicht jede Pflegekraft ist geeignet diese hohen psychischen Anforderungen zu erfüllen und zu ertragen.

Wichtig für den Betreuenden von Alzheimer Patienten ist - so gut es geht - nicht frustriert, gekränkt, resigniert oder wütend zu reagieren. Denn die oft aggressiven Reaktionen des an Demenz erkrankten Menschen richten sich ja nicht gegen den Pflegenden, auch wenn es so aussieht, sondern sind die generelle Folge von Verunsicherung, Hilflosigkeit, Deprimiertheit, Resignation oder Zorn. Hinter allem steckt oft viel mehr Verzweiflung, als der Ausbruch ahnen lässt.

Ein gut geführtes Pflegeheim mit qualifizierten Betreuern, die genügent Zeit für den zu Betreuenden haben, ist in der Lage auf alle individuellen Wünsche und Bedürfnisse des an Demenz bzw. Alzheimer Erkrankten einzugehen. Es gibt keine strikte Ablaufregeln. Jeder kann frühstücken wann er will. Die Eigenarten und Fähigkeiten eines jeden Einzelnen werden berücksichtigt, respektiert und gefördert. Jeder darf sich mitteilen, es wird zugehört. Die Lebensqualität, Glück und Zufriedenheit der Demenzkranken gilt es zu vergrößern.

Zeitliche Desorientierung

Das Zeitgefühl vieler Demenzkranker ist beeinträchtigt. Das lässt sich daran erkennen, dass keine befriedigende Antworten auf folgende Fragen gegeben werden können: Wie spät ist es? Ist es morgens oder abends? Welcher Tag, welcher Monat, welches Jahr ist es? Dem Nachbar wird im Januar "Frohe Ostern" gewünscht.

Die Unkenntnis der Tageszeit ängstigt den Alzheimer Patienten. Er glaubt etwas zu versäumen, sich zu verspäten etc.
Die innere Uhr des Demenzkranken ist gestört. Die Folge: Die Nacht wird zum Tag.
Vorsicht auch, wenn der an Alzheimer erkrankte Mensch warten muss. Ein paar Minuten warten können für den Patienten eine unerträgliche Ewigkeit bedeuten.

Wenn der Demenzkranke z.B. plötzlich zur Arbeit gehen möchte, darf er nicht auf direkte Konfrontation mit seinem Fehlverhalten konfrontiert werden. Dann gerät er in Panik, fühlt sich missverstanden oder nicht ernst genommen. Besser ist, man akzeptiert die Situation des Kranken und lobt seine Gewissenhaftigkeit und macht ihn z.B. höflich darauf aufmerksam, dass heute Feiertag sei, und er zu Hause bleiben könne, worüber wir uns freuen und er sich auch freuen kann.

Räumliche Desorientierung

Der an Alzheimer bzw. Demenz erkrankte Patient kann häufig nicht erkennen, wo er sich gerade aufhält (zu Hause, im Heim, Wohnort etc.). Sie irren oft hilflos herum und finden kein Ziel mehr. Selbst der Gang zur Toilette wird zum unlösbaren Problem. Eine permanente Betreuung Alzheimer Patienten ist alleine deshalb von unschätzbarem Wert.

Niedergeschlagenheit

Schwindende geistige und körperliche Fähigkeiten, Rückgang der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit, Kontaktprobleme ständige Konfrontation mit Misserfolgen von morgens bis abends, führen in vielen Demenz-Fällen zu Niedergeschlagenheit oder gar Depression. Hier ist hilfreiches Verständnis notwendig. So ist es sinnvoll, nach bestimmten Fehlschlägen, Enttäuschungen oder Überforderung zu suchen, und diese möglichst zu vermeiden. Solange die Niedergeschlagenheit beim Alzheimer Patienten kein krankhaftes Ausmaß - sprich Depression - erreicht hat, kann man dem Demenzkranken helfen die Niedergeschlagenheit zu überwinden, in dem man auch kleine Fortschritte registriert und die Erfolge lobt. Ziel der professionellen Betreuung von Alzheimer bzw. Demenzkranken muss sein, eine permanente, positive Erlebenswelt zu schaffen. Hierzu gehört Lob, Beschäftigung, Massagen, Streicheleinheiten, Spaziergänge in attraktiver Umgebung und ähnliches

Sollte jedoch eine ernste Depression vorliegen, ist unbedingt ein Arzt zu konsultieren.

Personenverkennung

Im fortgeschrittenen Stadium einer Demenzkrankheit sind die Betroffenen nicht mehr in der Lage vertraute Gesichter zu erkennen. Die Folgen sind Beunruhigung, Irritation, Reizbarkeit, Erregungszustände, Angst bis hin zu Panikattacken. Im harmlosen Fall wird selbst der enge Angehörige mit falschem Namen angesprochen, für eine andere Person gehalten. Die Ursache liegt auf der Hand. Wenn man, und das macht ja einen wesentlichen Teil der Demenzkrankheit aus, 40 Jahre vergessen hat, weiß man eben über seine Verwandten auch nichts mehr. Besonders für den Ehepartner des Alzheimer Patienten, aber natürlich auch für die Kinder ist das eine sehr kränkende und schmerzliche Erfahrung. Im Extremfall erkennt der Demenzkranke nicht mal sein eigenes Spiegelbild. Es handelt sich hier um eine Fehlreaktion des Zentralen Nervensystems im fortgeschrittenen Alter.

Die Folgen sind immer ähnlich: Die Betroffenen leben in der Vergangenheit, bekommen die Gegenwart nicht mehr in den Griff - und brauchen damit dreierlei: unser Verständnis, unsere Geduld, unsere Hilfe. Deshalb soll man - das sei ständig wiederholt - auch nicht dauernd korrigieren, schon gar nicht ungehalten reagieren. Grundsätzlich korrigieren, das sei immer wieder betont, lässt sich so etwas nicht, vor allem nicht auf Dauer. Man muss es akzeptieren und damit umgehen lernen.

Körperliche Störungen

Die körperlichen Störungen im höheren Lebensalter sind jener Bereich, auf den man sich am ehesten eingestellt hat. So wird z. B. der Durst kaum gespürt, der Hunger ebenfalls nur unzulänglich, selbst Schmerzen entwickeln oftmals nicht den gleichen Empfindungsgrad wie früher. Das heißt: Ausgerechnet auf körperliche Störungen, die sich sonst im Leben als ernstes in den Vordergrund drängen, muss man besonders achten. Sie werden - im Gegensatz zu früher - seltener und vor allem nicht sofort geklagt. Hierzu zählen: Austrocknung, Verstopfung, Schmerzen, Wundliegen, Zahnprobleme, Sehen und Hören.

Auch das beste Pflegeheim wird nicht auf regelmäßige ärztliche Kontrollen verzichten. Sie sind unabdingbar notwendig.

Austrocknung

Das altersbedingte mangelnde Durstempfinden ist die Ursache für zu geringe Flüssigkeitsaufnahme. Eine entstehende Austrocknung ist leicht auf dem Handrücken erkennbar, denn eine Hautfalte bleibt dann länger stehen. Eine Austrocknung kann leicht vermieden werden, indem die Flüssigkeitszufuhr überwacht wird. Achtung: Kaffee fördert die Austrocknung. Bis zum späten Nachmittag sollten 1½ bis 2 Liter getrunken werden. Abends sollte man mit Getränken sparsamer umgehen, um nächtliche Toilettengänge zu vermeiden.

Verstopfung

Der Stuhlgang ist im Alter noch bedeutender als in jungen Jahren. Er ist ein Spiegel der körperlichen Funktionstüchtigkeit. Verstopfung beeinträchtigt das Wohlbefinden erheblich. Besonders bei älteren, hilflosen Demenzkranken. Eine Überwachung ist deshalb zum Wohl des Alzheimer Patienten unbedingt nötig. Denn die bereits missliche Lage in der der Demenzkranke durch seine Krankheit geraten ist wird durch eine unnötige Verstopfung noch verschärft. D.h. der Patient wird noch unruhiger, nervöser, gereizter und aggressiver. Es helfen die bekannten, einfachen Mittel: genügend Flüssigkeit, viel Bewegung und ballastreiche Nahrung.

Schmerzen

Alzheimer Patienten neigen dazu über Schmerzen zu klagen, die nicht vorhanden sind oder was schwerwiegender ist, Schmerzen werden nicht geäußert, weil das Schmerzempfinden herabgesetzt ist. Beides kann ernste Konsequenzen haben. Deshalb ist es wichtig bei Demenzkranken auf die gesamte Körpersprache zu achten. Dies erfordert ein medizinisch geschultes Auge, denn die Schmerzen können an gestischen und mimischen Reaktionen erkannt werden.

Wundliegen

Gegen das Wundliegen im Spätstadium der Krankheit gibt es heutzutage viele Linderungsmöglichkeiten auf technischem und medikamentösem Gebiet. Trotz der Hilfsmittel muss die Betreuungsperson dafür sorgen, dass der Alzheimer Patient seine Position möglichst oft ändert, um nicht immer die gleiche Körperstelle zu belasten.

Zahnprobleme

Eine regelmäßige, gründliche Reinigung der Zähne, Prothesen und Mundhöhle ist enorm wichtig um die Funktionalität aber auch Ästhetik zu erhalten.

Sehen und Hören

An Demenz erkranke Senioren haben allein durch ihre geistigen Einbußen mit Einschränkungen des Sehens und Hörens zu kämpfen - und damit Probleme, mit ihrer Umwelt in Verbindung zu bleiben. Alzheimer Patienten verstehen nicht mehr, was sich abspielt, sie verlieren die Orientierung, sie geraten in Unruhe, Miss-Stimmung, Misstrauen, Angst oder gar Panik. Und über allem liegt eine wachsende Resignation und Niedergeschlagenheit, weil sie sich hilflos oder alleingelassen fühlen.

Wenn der Alzheimer Patient das Fernsehen nicht mehr nutzt oder immer häufiger stolpert bzw. aneckt, muss sich etwas mit seiner Sehkraft verändert haben. Dann sind umgehend Augenarzt und Optiker einzuschalten, damit der drohende Rückzug aus Mangel an äußeren Orientierungsmöglichkeiten aufgehalten wird.

Das Gleiche gilt für erste Anzeichen der Schwerhörigkeit: Man muss immer lauter sprechen, immer öfter wiederholen, darf nicht von hinten oder von der Seite, nur noch von vorne ansprechen, weil er immer seltener reagiert usw.

Es gilt baldmöglichst einen HNO-Arzt und Akustiker aufzusuchen, um rechtzeitig ein Hörgerät anzupassen (das ja ebenfalls trainiert werden muss). Das öfter zu hörende Gegenargument, der Patient könne es ja nicht einmal selbst einsetzen und damit nutzen, ist inkonsequent. Er kann vieles nicht, muss zu manchem angeleitet, ja sogar geführt werden, und es erleichtert ihm und allen anderen die Situation trotzdem. So auch ein Hörgerät. Wenn er es nicht selber einsetzen kann (und vielleicht auch noch ständig zu verlieren oder zu verlegen droht), dann ist es eben eine wichtige Aufgabe der Familie oder Pflege im Heim.

Beschäftigung

Bei Demenzkranken sind zielgerichtete, komplexere Handlungsabläufe nicht mehr möglich. Da aber bei vielen Alzheimer Patienten der Impuls oder Drang, etwas zu tun, vorhanden ist, kommt es zu der bekannten, ziellosen, inneren Unruhe. Diese äußert sich in auf und ab gehen, orientierungsloses Umherirren, rütteln an Türklinken bis hin zu weglaufen. Das ist meist der Ausdruck einer Unterbeschäftigung. Um das Bedürfnis der Demenzkranken nach Beschäftigung befriedigen zu können, erfordert es wieder viel Zeit und Geduld. Bei der Beschäftigung kommt es auch darauf an, die unterschiedlichen Fähigkeiten der einzelnen Pflegegäste zu fördern und möglichst lange aufrecht zu erhalten.

Folgende Beschäftigungsangebote werden in unserem Seniorenpflegeheim unter Palmen für Alzheimer bzw. Demenz Patienten permanent angeboten:

- Einbindung der Demenzkranken in den gewohnten Tagesablauf, wenn möglich
- körperliche Übungen ( Krankengymnastik, Thai Chi, Chi Gong)
- ausgedehnte Spaziergänge
- Massagen
- Karten- oder Brettspiele
- malen, musizieren, basteln
- singen, Karaoke
- surfen im Internet
- fernsehen
- Musik hören
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