Respekt gegenüber Senioren; genügend Zeit der Pflegenden für die wohlverdiente Betreuung im Alter; bezahlbare, intensive und professionelle Pflege; liebevoller, zärtlicher und entspannter Umgang in häuslicher Umgebung; wünschen wir uns das nicht alle? Wollen wir nicht alle auch in hohem, pflegebedürftigem Alter ein glückliches und zufriedenes Leben in einer harmonischen, familiären Umgebung genießen und dabei eine professionelle, medizinische Betreuung erfahren. Schön wäre es noch, wenn einem Hochachtung entgegengebracht würde. Aber wo gibt es das noch in unserer Leistungsgesellschaft?

Leider ist es oft nicht möglich, Senioren, die an Alzheimer erkrankt sind, rund um die Uhr intensiv daheim zu betreuen, so gerne man es auch möchte. Die Unterbringung in einem Pflegeheim ist oft die einzige Möglichkeit. Auch wenn man weiß, dass in vielen Fällen die Pflegekräfte in unseren Seniorenheimen überfordert sind, obwohl sie sich alle Mühe geben. Denn meist ist aus Kostengründen in Westeuropa das Verhältnis zwischen der Anzahl an Pflegekräfte zur Anzahl an Senioren sehr ungünstig. Was ist die Folge, wenn eine Nachtschwester für 60 Pflegegäste zuständig ist? Die Pflegebedürftigen liegen stundenlang in ihren Exkrementen; bekommen kein Getränk, wenn sie durstig sind; erhalten keine Hilfe, wenn sie aus dem Bett fallen; werden ans Bett gefesselt oder erhalten starke Beruhigungsmittel, obwohl aus medizinischen Gründen gar nicht notwendig.

Pflegebedürftige Menschen haben die gleichen Bedürfnisse wie gesunde Menschen. Doch um diese Grundbedürfnisse erfüllt zu bekommen, sind sie auf Helfer angewiesen, die auch Zeit für sie haben. Zeit, um ihre Wünsche zu erspüren - was nicht immer einfach ist - und Zeit, die Wünsche zu erfüllen. Das wir häufig keine Zeit mehr für unsere Eltern und Großeltern haben, ist wohl der Preis unserer Wohlstandsgesellschaft.

Mit Zärtlichkeit gegen das Vergessen

sitting-on-the-beachEs gibt jedoch noch Regionen und Kulturen auf dieser Welt, die in dieser Hinsicht unserer Gesellschaft etwas voraus haben. In Südostasien z.B. ist es selbstverständlich, dass die Betreuung der Senioren Aufgabe der Familie ist. Dies wird auch gerne so angenommen. Die eigene Mutter oder den Vater in ein Heim zu geben, käme hier einem Verbrechen an den eigenen Eltern gleich. Die Menschen in Südostasien sind auch für Ihre Gastfreundschaft, ihre Familienorientierung, ihre Fröhlichkeit, ihre Freundlichkeit und vor allem für ihre Hochachtung und Respekt gegenüber älteren Menschen bekannt. Das gilt für Thailand, Bali, die Philippinen und andere Länder in dieser Region. Was hier auch selbstverständlich ist, ist der z.B. für Demenzkranke wichtige Körperkontakt. Die Menschen in Südostasien umarmen sich, streicheln sich, massieren sich oder halten Händchen. Das ist hier ein ganz normales Verhalten, besonders auch gegenüber älteren und kranken Menschen.

Niemand weiß, was im Kopf eines an Alzheimer bzw. Demenz erkrankten Patienten vor sich geht. Um so wichtiger für die Pflegekräfte, sich Zeit nehmen zu können, die Wünsche der Kranken zu erspüren. Zuneigung, Aufmerksamkeit, ein liebevoller Umgang: In Pflegeheimen in Europa ist das nicht der normale Alltag. Hier werden die Pflegebedürftigen im Akkord betreut, die Kranken ans Bett gefesselt oder mit Medikamenten ruhig gestellt.

International anerkannte Pflegeausbildung auf den Philippinen

Wir sind schon viel in der Welt herumgekommen, aber so freundlichen und liebevollen Menschen wie in Südostasien sind wir nirgends begegnet. Deshalb sind wir davon überzeugt, dass es für viele Senioren, die stark pflegebedürftig sind, eine wirklich attraktive und vor allem auch bezahlbare Alternative ist, den Lebensabend unter tropischen Palmen auf den Philippinen zu verbringen.

Auf den Philippinen ist der Pflegeberuf sehr anerkannt und beliebt. Deshalb, und weil es auch in diesem Beruf gute Möglichkeiten gibt im Ausland zu arbeiten, streben viele Jugendliche diesen Beruf an. Es gibt deshalb viele arbeitslose Pflegekräfte, auch in der Verwandtschaft der Mitbegründerin. Filipinos sind von Natur aus begnadete Pflegekräfte. Die Schwesternausbildung hat ein sehr hohes Niveau, denn sie wird in allen Industrieländern incl. USA, England und Japan anerkannt.

einige Videos über philippinische Krankenschwestern im Ausland

 

Glauben Sie uns: "Manchmal spielt es keine Rolle, dass die Insel Panay nicht am Bodensee liegt"

Denn wichtig ist ganz allein, dass die an Alzheimer bzw. Demenz erkrankten Senioren bestens betreut werden, und dass sie sich wohlfühlen. Hohe Lebensqualität, viel Glück und Zufriedenheit der zu Pflegenden gilt es, so gut wie irgend möglich, zu erreichen. Es ist sicher, dass die Schwestern und Pfleger auf der Insel Panay gegenüber Senioren ausgesprochen freundlich sind. Man kann sich darauf verlassen, dass ältere und gebrechliche Menschen hier bestens aufgehoben sind. Wir werden auch alles erdenkliche unternehmen, damit sich die Gäste wie daheim fühlen.

Erscheint Ihnen das alles merkwürdig?
Sicherlich haben Sie recht, wenn Sie skeptisch reagieren. Es erfordert wahrscheinlich erhebliche Überwindung und natürlich Vertrauen in ein derartiges Unterfangen. Und wie alle Dinge im Leben, hat auch dies eine zweite Seite.

Der Haken ist in erster Linie die Entfernung von Europa. Immerhin liegen viele Flugstunden zwischen Westeuropa und den Philippinen und ein Rückflugticket kostet mehrere hundert Euro. Das bedeutet, man kann die Angehörigen nicht mal kurz am Wochenende besuchen.
Deshalb eignet sich auch diese Pflegealternative in erster Linie für Demenzkranke, deren Stadium so weit fortgeschritten ist, dass sie ihre Angehörige und ihre vertraute Umgebung nicht mehr erkennen. Das sind auch diejenigen, die eine 24-stündige, intensive Betreuung unbedingt benötigen. Es ist allgemein bekannt: an Alzheimer bzw. Demenz Erkrankte vermissen ihre Heimat nicht. Sie leben in ihren Erinnerungen. Wo sie sich örtlich befinden, spielt keine Rolle.

Es gibt aber sicherlich auch Senioren, die nicht an Demenz bzw. Alzheimert erkrankt sind und ebenfalls als Gast in einem philippinischen Pflegeheim in Frage kommen. Wir denken da an jene, die in jüngeren Jahren oft gereist sind und jetzt intensiver Pflege bedürfen. Diese können sich auch bei klarem Kopf an eine neue liebevolle Umgebungen gut anpassen.

Verständnis auch ohne Worte

reading-on-tableIdeal wäre natürlich: Die Senioren könnten Englisch sprechen. Denn auf den Philippinen sprechen alle Pflegekräfte sehr gut Englisch. Die Philippinen sind die drittgrößte, englisch sprachige Nation. Es ist jedoch nicht notwendig, da die Verständigung - gerade bei fortgeschrittener Demenz - auch ohne Sprache sehr gut funktioniert. Oft hat es sogar Vorteile, gerade bei an Demenz bzw. Alzheimer erkrankten, die gerne mal die Pflegekräfte unbegründet beschimpfen. Es kann dann nicht zum Streit ausarten. Die anfänglichen sprachlichen Schwierigkeiten sind nach wenigen Wochen überwunden. Die Verständigung klappt auch sehr gut über Mimik, Gesten und Berührungen.