philippinische-Pflegekraefte-2Die größte Touristenattraktion sind auf den Philippinen die freundlichen, fröhlichen Filipinos. Ihnen ist es auch zu verdanken, dass so viele Touristen nicht nur einmal das Land bereisen, sondern wegen der liebenswerten Menschen gerne wiederkommen.


Das einzige christliche Land Asiens

Miagao-Kirche-Panay

83% der ca. 90 Mio. Filipinos sind katholisch, ein dominantes Überbleibsel aus der Kolonialzeit unter den Spaniern. Der Rest teilt sich auf in kleinere christliche Kirchen, Moslems und Buddisten. Damit sind die Philippinen mit ca. 90% Christen das einzige christliche Land Asiens.


Sprache

Neben der offiziellen Sprache "Filipino" ist Englisch die zweite offizielle Sprache des Landes. Die Nationalsprache Filipino basiert auf dem Dialekt der Hauptstadtregion. Die Verwendung der englischen Sprache - ein dominantes Überbleibsel der amerikanischen Kolonialzeit - ist auf den Philippinen sehr weit verbreitet. So ist sie das "medium of instruction" in höheren Bildungseinrichtungen. Englisch ist auch die Sprache der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Ein weiteres Überbleibsel der spanischen Herrschaft, neben dem Katholizismus, sind die mehrheitlich spanischen Familien- und Städtenamen. In Filipino übernommene spanische Begriffe sind z.B.: sapatos (spanisch zapatos, deutsch Schuhe), kutsara (cuchara = Löffel) oder der Name der Währung, Peso.

Mischkultur

Die Filipinos zählen zu den malaiischen Völkern, die in ganz Südostasien verbreitet sind. Sie haben durch die Verbindung der Einflüsse aus der Kolonialzeit erst unter den Spaniern und ab 1900 unter den Amerikanern sowie der Jahrhunderte dauernden Einwanderung von Chinesen mit den einheimischen Elementen eine Mischkultur geschaffen. Diese permanenten äußeren Einflüsse konnten jedoch ihren freundlichen, sehr asiatischen Charakter nicht verbiegen. Heute sind nur die Kulturen einiger isoliert lebender Stämme in den schwer zugänglichen Bergregionen unverfälscht erhalten geblieben.

"bahala na" oder "Was geschehen wird, wird geschehen!"

Auffällig für ausländische Touristen aus dem Westen ist die ausgeprägte Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Fröhlichkeit der Menschen, was viele Urlauber begeistert und nicht selten dazu veranlasst, öfters Reisen auf die Philippinen zu unternehmen. Es ist aber nicht nur die Freundlichkeit, die uns begeistert, es ist beispielsweise auch die relaxte Einstellung der Filipinos, das "bahala na" (was geschehen wird, wird geschehen). Dies führt zum generellen Glücklich sein, zum Lachen auch in schweren Zeiten oder zu millionenfacher Verwendung lustiger Spitznamen, die sich wie Türklingeln anhören, z.B. Bing, Bong, Ding, Dong oder Ting-Ting, Bung-Bung usw. Das südländische Temperament gepaart mit der lockeren Lebenseinstellung ist wohl auch der Grund für die ausgeprägte Spiel- und Wettleidenschaft.

Gute Beziehungen sind wichtiger

philippinische-FamilieDie engen, familiären Kontakte an denen die Philippinen so reich sind, das Gefühl der Geborgenheit, welches die Menschen einander vermitteln, fehlt uns Europäern. Gute nachbarliche Beziehungen und hohes Ansehen gelten hier mehr als Wettbewerb und individueller, materieller Erfolg. Westliche Touristen der Beach Resorts und Tauchcenter fühlen sich oft wie in eine Familie aufgenommen. Viele "Westler" haben sich deshalb hier, gewissermaßen auf der Suche nach einem besseren Leben, im "Paradies" niedergelassen. Man findet gerade in der Tourismusbranche zahlreiche ausgewanderte Europäer, Amerikaner und Australier, in der Regel mit einer Filipina verheiratet, die ein Beach Resort oder Restaurant eröffnet haben. Den meisten Touristen bleiben jedoch die Lebensweisheiten, die die Essenz eines der glücklichsten Länder der Welt (Ergebnis verschiedener wissenschaftlicher Untersuchungen) ausmachen, verborgen.